Angesehen/gehört: Die Oelder Akustik Open Stage am 12. 12.

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Die Oelder Akustik Open Stage hat sich mittlerweile weit über den Kreis hinaus Freunde geschaffen. Am 12. 12. fand die fünfte Ausgabe dieser lauschigen Konzertreihe statt, die das erste Jahr ihres Bestehens mit einem intimen Abend in der Alten Post in Oelde abschloss.

Church Street Waltz

Church Street Waltz     alle Fotos: © Stefanie Heinrich

Als Opener der Veranstaltung konnte die Münsteraner Zwei-Mann Band „Church Street Waltz“ gewonnen werden, die eine knappe dreiviertel Stunde lang die heiligen Hallen vor den Toren des Weihnachtsmarktes mit Bluegrassklängen füllte. Im Jahre 2013 gegründet und nach dem Song „Church Street Blues“ des Musikers Norman Blakes benannt, überzeugte das Duo nicht nur durch ein erstklassig ausgewähltes und dargebotenes Repertoire, auch die zuweilen exotische Instrumentierung konnte Bewunderung bei dem Publikum erzeugen. Wer hat zum Beispiel jemals etwas von einer „Oktavmandoline“ gehört? Kein Wunder, denn dieses Instrument wurde in Zusammenarbeit mit Ex-Oelder Günter Leifeld-Strikkeling selbst gebaut. Interessant und durchaus wert weiterer Überlegung für die Organisatoren des Abends auch die Art der Verstärkung für das Publikum, wurden doch Stimme und Instrumente nur durch ein zentrales Mikrofon abgenommen, was dem Publikum ein „Mittendrindabeigefühl“ vermittelte.

Klemens Geissen

Klemens Geissen

Die letzte Show in diesem Jahr stand unter einem besonderen Motto: Die Open Stage spendet für den Oelder Tisch! Daher skizzierte Klemens Geissen, der Vorsitzende des eingetragenen Vereines kurz dessen Arbeit, bevor eine Sammeldose ihren Weg durch das Publikum nahm, um diesen caritativen Beistand zu unterstützen.

Dennis Gottwalt

Dennis Gottwald

Hiernach betrat Dennis Gottwald die Bühne. Dennis ist ein junger alter Bekannter, der schon einmal die Open Stage mit seinen Fingerstyle Stücken bereichert hat. Dieses Mal hatte er zwei Stücke von Jacques Stotzem im Gepäck sowie ein Stück, das hohe technische Anforderungen durch eine ungewöhnliche alternative Stimmung des Instrumentes sowie Hürden durch zahlreiche künstliche Flaggeolettöne an jeden Interpreten stellte, die Dennis aber souverän meisterte.

Sky Pilot

Sky Pilot

Sky Pilot“ aus Hamm, 2 Mann, 1 Frau in der Instrumentierung Gitarre, Cajon und – man beachte – Bassukulele konnte nahtlos das hohe Niveau des vorangegangenen Darbietungen übernehmen. Die markante Stimme von Ralf Leismann in Verbindung der unterstützenden Percussionarbeit und der tieftönenden Ukule und des durchaus auch filigranen Gitarrenspieles des Sängers konnte das Publikum schnell für sich vereinen. Sicherlich ist es die Überlegung wert, „Sky Pilot“ auch mal als Opener einzuplanen.

Jay Minor

Jay Minor

Jay Minor aus Verl setzte anschliessend seine Marke in Oelde. Ausgeklügelte Fingerstyle-Arrangements bekannter Hits gingen Hand in Hand mit dem Weihnachtslied „Rudolph, The Rednosed Reindeer“, stilsicher in einer Pickingversion mit bluesigem Beginn (!!). Jay stellte der Akustik Open Stage fünf seiner aktuellen CDs zur Verfügung, deren Verkaufserlös auch dem Oelder Tisch zukam.

1/2 Lyrivel Looser, Christian Baux

1/2 Lyricel Looser, Christian Baux

Das Duo „Lyricel Loser“ aus Oeventrup im Sauerland trat in kleiner Besetzung an: 1 Mann, 1 Gitarre und jede Menge Energie. Diese Energie wurde von „Big Chris“ bedenkenlos auf seine Gitarre übertragen. Deutsche Texte mit persönlicher Note reizten zum Nachdenken an. Teils gesellschaftskritisch und als Momentaufnahme unserer Welt, in der dem Smartphone ein (zu) hoher Stellenwert beigemessen wird, oder persönliche Gedanken – zu lieben und geliebt werden – inspirierten Chris zu seinen Ideen.

Uli Wrede

Ulli Wrede

Ulli Wrede ist vielen Oeldern ein alter Bekannter, auch wenn er bei der Open Stage noch nicht Mitwirkender gewesen ist. Hannes Wader scheint nicht nur sein Vorbild, sondern auch das vieler Zuhörer zu sein, konnten doch noch einige den kompletten Text des Songs „Cocaine“ auswendig mitsingen. Sein abschliessender Song war ein selbstkomponiertes und geschriebenes Liebeslied.

Torsten Schwichtenhövel

Torsten Schwichtenhövel

Torsten Schwichtenhövel ist als Musiker der ersten Stunde einer der Vielspieler der Show, und dennoch weiss er immer wieder mit neuen Stücken zu glänzen. Dieses mal war es Ralph McTells Song „Streets Of London“, mit dem er sein Set eröffnete. Seine „Fields Of Gold“ schickte er mit „99 Luftballons“ auf die Reise in die seiner ruhigen Art lauschenden Zuhörerschaft.

Reinhard Weeg

Reinhard Weeg

Den eigentlich offiziellen Abschluss der Veranstaltung zelebrierte mit Reinhard Weeg aus Rheda-Wiedenbrück mit seiner Gitarre. Eines der ersten Stücke „A Horse With No Name“ von „America“ ließ das Publikum lauthals und mehrstimmig mitsingen. Auch im weiteren Verlauf reagierten alle auf seine Lieder, die durchweg Mitsingpotential hatten. Leider entsprach die Soundqualität seiner Gitarre nicht ganz seiner Darbietung, was aber dem Vergnügen der Zuhörerschaft keinen Abbruch tat.

Zum endgültigen Ende kam die Veranstaltung dann nach einem weiteren Set von Jay Minor, der gewohnt souverän seine Gitarrenkünste präsentierte.

Auf dass es im nächsten Jahr so gut weiter geht wie es in diesem Jahre war!

 

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