Angeschaut: Adventsausstellung des Kunstfördervereins Pit Weber, Oelde

Fotos ©Martina Heimisch

Fotos ©Martina Heinisch

Ein virtueller Rundgang von Martina Heinisch

Vom 15.11.2014–30.11.2014 fand in Oelde die jährliche Adventsausstellung im Kunstförderverein Pit Weber statt. Als man an mich heran trat, ob ich nicht meine Eindrücke der Ausstellung schriftlich zusammenfassen möchte, war mein erster Gedanke, „Einen gelungenen Dreizeiler zu schreiben, also ein Haiku, ist schon nicht einfach, und nun soll ich eine ganze Onlinegemeinde länger als einen Augenblick bei den folgenden Zeilen halten?“.

Eine weitere Herausforderung: gleichzeitig Besucher und Aussteller zu sein.

Aber lesen Sie selbst, ob es sich lohnt, mir bis zum Schluss Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

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Bei meinem Rundgang durch die Ausstellung machte ich zuerst bei Elisabeth Thüner-Loges aus Oelde im ersten Raum halt. Sie zeigte eine Auswahl ihrer künstlerischen Tonarbeiten, Skulpturen, Hängeteile, weihnachtliche Werkstücke. Eine Vielfalt von Formen ohne oder mit feinster Glasur. Mir hatte es besonders eine schlichte Mönchsfigur angetan, auf der jedoch leider schon ein kleiner roter Punkt klebte –  ein Zeichen für schon verkaufte Kunstwerke. Zwei ihrer Nikolauskeramiken kann ich jedoch schon mein Eigen nennen.

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Nebenan, an einer Schauwand, Miniaturen des Künstlers Det Schmitt aus Gütersloh. Seine abstrakten Motive entstanden auf quadratischen Metallträgern und lassen sich interessanterweise per Magnet in ihrem Rahmen anbringen und sind somit auswechselbar. Sie eignen sich daher auch gut zum Sammeln. Mehrere Bilder können so, ohne die Rahmen von der Wand zu nehmen, variiert werden.  Eines dieser Bilder hat bei mir zuhause schon einen Platz gefunden.

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An seiner rechten Seite, in einer beleuchteten Vitrine, lagen die Kreationen der Goldschmiedin Simone Reinker aus Warendorf aus. Die Schmuckstücke sind nach eigenen kreativen Ideen, mit Sorgfalt und Liebe zum Detail gefertigte Ketten, Ringe und Ohrringe. Arbeiten in Silber, schlicht oder mit Perlen kombiniert, lassen Frauenherzen höher schlagen.

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Nebenan ein Stand mit Scherenschnitten. Individuelle Grußkarten, Motiv-, oder Ansichtskarten von Oelde. Kleine Kunstwerke, auch als Bild gerahmt, warteten dort auf ihren Liebhaber. Elisabeth Lewanschkowski aus Oelde ließ sich in gemütlicher Runde auch gerne beim Anfertigen ihrer filigranen Kunstwerke über die Schulter schauen.

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Auch Jörg Eicken,  aus Korbach angereist, konnte man beim Anfertigen seiner Papierskulpturen zuschauen und sogar ein eigenes Kunstwerk unter seiner Anleitung  selbst erstellen. Für Ungeübte lagen fertige Werke bereit.

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Liebhaber der mediterranen Küche freuten sich über das nach altem Verfahren, hauptsächlich in Handarbeit gewonnene Arbequina Olivenöl von Georg Lipka. Einmal im Jahr fährt er nach Spanien um in Catalunia seinen Vorrat wieder aufzufüllen. Kostproben des Öls, auch mit Knoblauch, gab es auf Baguette zu probieren. Auch ich frischte meinen Vorrat auf, dieses Mal mit einer Flasche ungefilterten Öls.

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Der Stand von Gerda Richter schloss sich an. Sie zeigte ihre Fertigkeiten in der Nähkunst: Taschen, Stoffsterne, floristisch dekoriert, Behältnisse für Gewächse oder andere Mitbringsel, Körnerkissen und ihre kreativ gestalteten Weihnachtsmänner. Gerne verriet sie manchen Besuchern ihre Schnittmustertipps.

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An der Kasse wurden Lose für die Tombola am letzten Ausstellungstag  verkauft.

Zum nächsten Raum ging es an der Küche vorbei, in der man sich mit Kaffee und Plätzchen stärken konnte.

Dort stellte Mechthild Berkenheide aus Oelde-Lette ihre Handarbeitsfähigkeit unter Beweis: genähte, gehäkelte, gestrickte Kunstwerke und einiges rund ums Thema Quilten und Patchwork. Mich begeisterte die Vielfalt an schönen Dingen, die ich in ihrer Auslage bestaunen konnte. Der unglückliche Blick meines Mannes über meinen für ihn gestrickten Pullover hatte mich das Handarbeiten schon vor Jahren aufgegeben lassen. Eine Besucherin gab gleich zwei Strickmützen in Auftrag, die ihr Frau Berkenheide kurzfristig fertigstellte. Die pfiffigen Einkaufstaschen, diesmal mit der Aufschrift „Kommt nicht in die Tüte“,  sind ein tolles Mitbringsel.

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Anschließend konnte man sich das stimmungsvolle Arrangement  weihnachtlicher Dekoarbeiten bei Rainer Brüggenkamp aus Oelde betrachten. Liebevoll, individuell, handgefertigte Unikate aus Holz zum Stellen und Hängen waren ausgestellt. Igel und Elche waren dabei meine Favoriten, zwei fanden bei mir ein Plätzchen, auch die kunstfertigen Anhänger und die beleuchteten Tannen fanden rasch ihre Liebhaber.

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Ein Highlight für mich waren die Krippen, die von Herrn Josef Raker aus Oelde in mühevoller Kleinarbeit aus echten, alten Eichendielen hergestellt wurden. Sie erinnern mich an Kindheit, Wärme, Kerzenlicht, den Geruch nach Heu und frischem Moos. Feine Figuren runden seine kunstvollen Krippenszenen ab.

 

Fotos ©Martina Heinisch

Im nächsten Raum, mit einer gemütlichen Sitzecke, konnte man in geselliger Runde Gespräche führen, Fragen stellen, oder sich bei Plätzchen und Kaffee von Frau Friederike Pohl-Weber über den Verein informieren lassen.

Wer bis dahin an der Treppe im Flur vorbei gegangen war, konnte auf den Rückweg noch in der oberen Etage  vorbei schauen. Hier waren meine eigenen Werke ausgestellt. Weitere meiner Bilder hingen in den Flurbereichen und oben, in der kleinen, gemütlichen Bibliothek. Pastelle, Acryl-, und Ölbilder. Mein Thema waren der Oelder Vierjahreszeitenpark, Landschaft, Portrait und Tierbilder.

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Bedanken möchte ich mich bei Frau Pohl-Weber, die diese Ausstellung jährlich möglich macht und bei ihren treuen Helfern, die, genau wie sie selbst, immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ebenso  bei  den ausstellenden Vereinsmitgliedern, die mich so freundlich in ihren Reihen aufgenommen haben, sowie bei den vielen, netten Besuchern die nicht mit Lob und Interesse sparten, woraus sich oft angeregte Gespräche ergaben.

Und an dieser Stelle mein Dank an die, die mich hier lesend durch die Adventsausstellung  bis zum Ende begleitet haben.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Martina Heinisch

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